Berufsbild

Wofür bildet die Schule aus?

Tätigkeiten als unselbständig Erwerbstätiger

Als unselbständig Beschäftigte werden Absolventen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe mit entsprechender Berufserfahrung u. a. eingesetzt als:

  • Mediendesigner/in
  • Marketing-Support
  • Software-Berater/in
  • EDV-Trainer/in
  • Hotline-Berater/in
  • Layouter/in
  • Datenbankbetreuer/in
  • Medieninformatiker/in
  • Online-Redakteur/in
  • Screen-Designer/in
  • Web-Master/in
  • Informationsmanager/in
  • Qualitätsmanager/in
  • Computer-Verkäufer/in
  • Informationstechnologie Sales

 

In den genannten Bereichen sind die Absolventen vor allem in den folgenden Bereichen mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung tätig:

  • Angebots- und Preisgestaltung
  • Planung von Betriebsabläufen
  • Beschaffungsmanagement
  • Personalmanagement und Mitarbeiterführung
  • Marketing und Verkauf
  • Organisation des Rechnungswesens
  • Investitions- und Finanzierungsplanung und –entscheidung
  • Planung und Koordination branchenspezifischen EDV-Einsatzes
  • Fachspezifischer Einsatz von Fremdsprachen
  • Verhandlungsführung und Vertragsgestaltung
  • Veranstaltungs- und Projektmanagement
  • Planung und Überwachung von umweltgerechten Ver- und Entsorgungskonzepten
  • Ausstattungs- und Einsatzplanung für Betriebsmittel

Für den Berufseinstieg im Bereich der unselbständig Beschäftigten ist es für die Absolventen wichtig, dass das Berufsaus-bildungsgesetz unter anderem für den Bereich des Arbeitsrechtes, einschließlich der Kollektivverträge, einen Mindeststan-dard vorsieht. Vor allem in Branchen, de-ren Kollektivverträge hinsichtlich der Ein-stufung am Arbeitsplatz auf Lehrberufe abstellen und nicht auf Schulausbildungen beziehungsweise nicht alle facheinschlä-gigen Schulformen enthalten, gilt das Rei-feprüfungszeugnis einer Höheren Lehran-stalt für wirtschaftliche Berufe auch

als Nachweis einer mit einer facheinschlägigen Lehrabschlussprüfung abgeschlossenen beruflichen Ausbildung.

Eine Zuordnung bestimmter „facheinschlä-giger“ Lehrabschlussprüfungen zu den einzelnen berufsbildenden Schulen ist jedoch gesetzlich nicht normiert. Aus den Zugängen der Absolventen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe zu den Befähigungsnachweisen für die im Vergleich zur schulischen beruflichen Ausbildung einschlägigen Gewerbe kann jedoch auf die Facheinschlägigkeit ge-schlossen werden.

Für unselbständige Tätigkeiten im kauf-männischen Bereich werden zumindest jene beruflichen Qualifikationen vermittelt, die etwa dem Berufsbild eines/r

  • Bürokaufmannes/frau oder
  • Großhandelskaufmannes/frau oder
  • Mediafachmann/frau oder
  • EDV-Kaufmannes/frau

entsprechen, womit die Voraussetzung zu einer entsprechenden Einstufung am Ar-beitsplatz gegeben ist.

Für unselbständige Tätigkeiten im Bereich des Informationsmanagements und des Mediendesigns werden zumindest jene beruflichen Qualifikationen vermittelt, die etwa dem Berufsbild eines/r

  • Cutters/in
  • Kameramannes/frau
  • Produktionsassistent/in
  • Tonmeisters/in
  • Druckvorstufentechnikers/in
  • Illustrators/in
  • Multimedia-Assistent/in
  • Medienarchivars/in
  • Moderators/in
  • Radio- und Fernsehredakteuer Assistenz
  • Studiotechnikers/in
  • Kommunikationsmanagers/in
  • PR-Beraters/in

entsprechen, womit die Voraussetzung zu einer entsprechenden Einstufung am Arbeitsplatz gegeben ist.

Darüber hinaus wird die durch die Ablegung der Reife- und Diplomprüfung gegebene höhere berufliche Bildung sowohl für unselbständige Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich als auch im Bereich des Informationsmanagements und Mediendesigns entsprechend zu berücksichtigen sein.

Ungeachtet dieser gesetzlichen Bestimmungen, die für den Fall des Zustandekommens eines Arbeitsvertrages gelten, steht es im Ermessen des potentiellen Arbeitgebers und des potentiellen Arbeitnehmers, ein Arbeits-verhältnis zu begründen oder nicht.

Für Absolventen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, die die Lehrab-schlussprüfung in einem Lehrberuf, der nicht der schwerpunktmäßigen Ausbildung der Schule in vollem Umfang entspricht, ablegen wollen, oder für Schüler, die die Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe nach Vollendung des 16. Lebensjahres abbrechen, besteht die Möglichkeit der weiteren Ausbildung in einem Lehrverhältnis unter Anrechnung der schulmäßigen berufsorientierten Ausbildung auf die festgesetzte Lehrzeit im Ausmaß von maximal der Hälfte der Gesamtlehrzeit (für 3-jährige Lehrberufe daher maximal 1 ½ Jahre). Die Anrechnung erfolgt auf Antrag in Verbindung mit der Anmeldung des Lehrvertrages auf Grundlage eines Gutachtens des Landes-Berufsausbildungsbeirates (siehe § 28 Abs. 3 Berufsausbildungsgesetz). Vor-aussetzung für diesen Antrag ist daher, dass bereits eine entsprechende Vereinbarung mit einem konkreten Lehrbetrieb vorliegt.