HLKMEITKünstliche Intelligenz - Workshops - Medien und IT

In der Arbeitswelt ist Künstliche Intelligenz (KI) kein Mythos mehr, sondern tägliches Werkzeug. Im Medienzweig der HLW|HLK zeigten die Schülerinnen und Schüler kürzlich in einer Serie von Workshops, wie ein reflektierter Umgang mit Künstlicher Intelligenz aussieht.

 

Von Schülern für Schüler: Wissenstransfer auf Augenhöhe

Das Besondere an diesem Projekt: Die Jugendlichen schlüpften selbst in die Expertenrolle. In eigenständig organisierten Workshops präsentierten sie ihren Mitschülern die Potenziale, aber auch die Fallstricke aktueller KI-Anwendungen. Dabei wurde deutlich, dass die Einsatzgebiete weit über das Formulieren von Texten hinausgehen.

So demonstrierten Michael Klammer und Benedikt Stütz, wie man durch präzises „Prompting“ das Beste aus Systemen wie Google Gemini oder ChatGPT herausholt. Dass KI auch die Sinne anspricht, zeigten die Workshops zur Musikgenerierung mit Suno AI (Hannah Kalischek, Denise Rockenschaub) oder zur kulinarischen Kreativität mit Dishgen (Jana Höglinger, Stina Fleischanderl). Auch spezialisierte Tools wie das Recherche-Werkzeug NotebookLM (Julia Diesenreiter, Melina Grünberger, Elena Hofer) oder die Reise-KI Mindtrip AI (Denise Stütz, Anja Scheuchenpflug) standen auf dem Programm, neben Vor- und Nachteilen von „Vibe Coding“, dem Programmieren ohne Programmierkenntnisse.

 

Der „Faktor Mensch“ als Qualitätsmerkmal

Trotz der technischen Begeisterung war die kritische Reflexion in jedem Workshop spürbar. Alex Schableger und Michael Jestl loteten Probleme und ethische Grenzen in ihrem Workshop aus.

„KI kann zwar auf Knopfdruck Entwürfe liefern, aber sie besitzt weder Empathie noch ein echtes Verständnis für menschliche Emotionen“, so der Tenor der Schüler:innen. In der HLK Freistadt setzt man auf konzeptionelles Denken, die Förderung der eigenen Persönlichkeit und den Mut, unkonventionelle Wege zu gehen – Fähigkeiten, die eine Maschine nicht simulieren kann.

 

Kreativität als Kernkompetenz

Die Botschaft der Schule ist klar: KI nimmt uns nicht die Arbeit weg, sondern verändert sie. Sie befreit Designer:innen von repetitiven Aufgaben und schafft Raum für das, was wirklich zählt: die kreative Vision. Durch Projekte wie die KI-Workshops lernen die Schüler:innen, KI als „Co-Piloten“ zu nutzen, ohne dabei das Steuer aus der Hand zu geben.

 


Text/Fotos: UMG